Was meine Hochsensibilität mit Coaching und Hypnose zu tun hat

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Lange habe ich meine feine Wahrnehmung eher als etwas gesehen, das mich manchmal anstrengte.

Ich habe viel gespürt. Stimmungen. Zwischentöne. Spannungen im Raum. Das, was gesagt wurde, aber auch das, was nicht ausgesprochen wurde. Manchmal war das zu viel. Manchmal hätte ich mir gewünscht, weniger wahrzunehmen, weniger nachzudenken, weniger zwischen den Zeilen zu lesen.

Heute sehe ich diese Seite an mir anders.

Nicht als Schwäche.
Sondern als Teil meiner Stärke.

Gerade in meiner Arbeit als Coach ist meine Hochsensibilität etwas, das mir hilft, genauer hinzuschauen. Ich nehme oft wahr, wenn Worte und innere Stimmung nicht ganz zusammenpassen. Wenn jemand etwas sagt, aber darunter noch ein anderes Gefühl liegt. Wenn ein Thema nicht nur an der Oberfläche wirkt, sondern tiefer verbunden ist mit alten Erfahrungen, Glaubenssätzen oder inneren Schutzmechanismen.

Für mich ist Coaching deshalb kein schnelles Finden von Lösungen.

Es ist ein gemeinsames Hinschauen.

Was hält dich wirklich zurück?
Welche innere Spannung zeigt sich?
Welcher Anteil in dir möchte vielleicht schützen?
Welche Worte sagst du über dich selbst, ohne zu merken, wie sehr sie dich beeinflussen?
Wo entsteht Druck, obwohl du dir eigentlich Veränderung wünschst?

Meine Hochsensibilität hilft mir, diese feinen Bewegungen wahrzunehmen. Nicht, um etwas in dich hineinzuinterpretieren, sondern um achtsam Fragen zu stellen. Um Räume zu öffnen. Um genauer zu spüren, wo vielleicht ein wichtiger Punkt liegt.

Besonders in der Hypnose empfinde ich diese feine Wahrnehmung als wertvoll. Denn auflösende Hypnose arbeitet nicht nur mit dem, was bewusst erzählt wird. Sie öffnet einen Zugang zu inneren Bildern, Gefühlen, Anteilen und unbewussten Zusammenhängen.

Dabei braucht es Ruhe. Vertrauen. Achtsamkeit. Und die Bereitschaft, nicht sofort alles erklären oder bewerten zu wollen.

Ich glaube, dass gerade darin meine Art zu begleiten liegt.

Ich bin kein lauter Coach. Ich arbeite nicht über Druck, starke Ansagen oder schnelle Versprechen. Meine Stärke liegt eher in der ruhigen Präsenz, im genauen Zuhören und im Wahrnehmen von Zwischentönen.

In einem geschützten Raum darfst du bei mir so sein, wie du bist. Auch wenn du noch nicht genau weißt, was los ist. Auch wenn du widersprüchliche Gefühle hast. Auch wenn du dich selbst gerade nicht gut verstehst.

Du musst nicht funktionieren.
Du musst nicht stark wirken.
Du musst keine fertige Lösung mitbringen.

Wir schauen gemeinsam hin.

Für mich bedeutet Hochsensibilität im Coaching nicht, empfindlich zu sein. Es bedeutet, fein zu spüren, achtsam zu begleiten und tiefer zu fragen.

Vielleicht war genau das, was ich früher manchmal als Belastung empfunden habe, ein wichtiger Teil meines Weges.

Heute hilft es mir, Frauen in persönlichen Veränderungsprozessen zu begleiten. Nicht laut. Nicht drängend. Sondern ruhig, klar und mit einem feinen Gespür für das, was unter der Oberfläche wirkt.

Denn manchmal beginnt Veränderung dort, wo jemand endlich wirklich gesehen wird.

Nicht bewertet.
Nicht analysiert von außen.
Sondern wahrgenommen.

Mit allem, was gerade da ist.