
Was meine Hochsensibilität mit Coaching und Hypnose zu tun hat
Lange habe ich meine feine Wahrnehmung eher als etwas gesehen, das mich manchmal anstrengte.
Ich habe viel wahrgenommen.
Stimmungen.
Zwischentöne.
Spannungen im Raum.
Das, was gesagt wurde – aber auch Pausen, Veränderungen in der Stimme oder kleine Reaktionen im Gespräch.
Manchmal war mir das zu viel.
Manchmal hätte ich mir gewünscht, weniger wahrzunehmen, weniger nachzudenken und weniger zwischen den Zeilen zu lesen.
Heute sehe ich diese Seite an mir anders.
Nicht nur als etwas, das anstrengend sein kann.
Sondern auch als eine Fähigkeit, die zu meiner Art zu arbeiten gehört.
Was Hochsensibilität für mich im Coaching bedeutet
Gerade in meiner Arbeit als Coach hilft mir meine feine Wahrnehmung dabei, aufmerksam zuzuhören.
Nicht nur auf das Thema, mit dem jemand zu mir kommt.
Sondern auch auf die Worte, die jemand dafür verwendet.
Auf Stellen, an denen jemand innehält.
Auf Widersprüche.
Auf Sätze, die ganz selbstverständlich ausgesprochen werden und bei denen es sich vielleicht lohnt, noch einmal genauer nachzufragen.
Vielleicht sagst du:
„Eigentlich ist alles in Ordnung.“
Und im nächsten Moment erzählst du, wie viel Kraft dich dein Alltag kostet.
Vielleicht sagst du:
„Das ist mir gar nicht so wichtig.“
Und wir merken im Gespräch, dass dich genau dieses Thema immer wieder beschäftigt.
Oder du sagst:
„Ich weiß eigentlich genau, was ich möchte.“
Und gleichzeitig gibt es etwas, das dich davon abhält, den nächsten Schritt zu gehen.
Meine Aufgabe ist dann nicht, dir zu sagen, was „wirklich“ hinter deinen Worten steckt.
Ich kann nicht wissen, was ein Blick, eine Pause oder eine bestimmte Reaktion für dich bedeutet.
Aber ich kann aufmerksam werden.
Ich kann nachfragen.
Und wir können gemeinsam schauen, ob an dieser Stelle etwas für dich interessant ist.
Genau darin liegt für mich eine wichtige Verbindung zwischen meiner Hochsensibilität und Coaching.
Ich möchte nicht interpretieren – sondern genauer fragen
Feine Wahrnehmung bedeutet für mich nicht, einen anderen Menschen „durchschauen“ zu können.
Im Gegenteil.
Was etwas für dich bedeutet, kannst letztlich nur du selbst beantworten.
Vielleicht nehme ich wahr, dass sich etwas verändert.
Vielleicht fällt mir ein Widerspruch auf.
Vielleicht habe ich den Eindruck, dass ein bestimmter Satz für dich eine besondere Bedeutung haben könnte.
Dann ist das für mich keine Antwort.
Es ist eine Einladung zu einer Frage.
„Was passiert gerade, wenn du das sagst?“
„Was macht diesen Punkt für dich so schwierig?“
„Was bedeutet das für dich?“
„Passt das, was du gerade sagst, eigentlich zu dem, was du möchtest?“
„Was hält dich an dieser Stelle zurück?“
Manchmal entsteht genau aus solchen Fragen eine neue Perspektive.
Was meine Hochsensibilität mit Hypnose zu tun hat
Auch bei der auflösenden Hypnose passt diese Art der Aufmerksamkeit zu meiner Arbeitsweise.
In der Hypnose können Gedanken, Gefühle, innere Bilder und persönliche Erfahrungen bewusster wahrgenommen werden.
Dabei möchte ich nicht vorgeben, was etwas bedeutet.
Ein Bild ist nicht automatisch ein Symbol für etwas Bestimmtes.
Ein Gefühl liefert nicht automatisch eine Erklärung.
Und eine Erinnerung beantwortet nicht zwangsläufig die Frage, warum du heute auf eine bestimmte Weise denkst oder handelst.
Entscheidend ist, was du selbst wahrnimmst und welche Bedeutung es für dich hat.
Meine Aufgabe sehe ich darin, dich dabei ruhig und aufmerksam zu begleiten.
Nachzufragen.
Nicht vorschnell zu bewerten.
Und dir den Raum zu lassen, deine eigenen Gedanken und Erfahrungen zu erkunden.
Ich bin kein lauter Coach
Vielleicht beschreibt dieser Satz meine Arbeitsweise ziemlich gut.
Ich arbeite nicht mit Druck.
Nicht mit großen Ansagen.
Und nicht mit schnellen Versprechen.
Ich glaube auch nicht, dass ich dir sagen kann, wie dein Leben aussehen sollte.
Meine Stärke liegt eher in ruhiger Präsenz, genauem Zuhören und der Aufmerksamkeit für Zwischentöne.
Ich möchte verstehen, wie du deine Situation erlebst.
Was dich beschäftigt.
Wo du feststeckst.
Was du verändern möchtest.
Und vielleicht auch, welche Fragen du dir bisher noch nicht gestellt hast.
Denn manchmal braucht es nicht sofort eine Lösung.
Manchmal braucht es zunächst einen Raum, in dem man genauer hinschauen kann.
Du musst bei mir keine fertige Antwort haben
Vielleicht weißt du noch gar nicht genau, warum du zu mir kommst.
Du merkst nur:
„Irgendetwas passt nicht mehr.“
„Ich drehe mich immer wieder im Kreis.“
„Ich weiß eigentlich, was ich möchte – aber irgendetwas hält mich zurück.“
Oder:
„Ich funktioniere, aber ich weiß gar nicht mehr, ob das noch mein Weg ist.“
Das reicht.
Du musst dein Thema nicht vorher analysiert haben.
Du musst keine fertige Erklärung mitbringen.
Und du musst auch nicht wissen, was sich am Ende verändern soll.
Wir können gemeinsam anfangen, genauer hinzuschauen.
Was beschäftigt dich?
Was wiederholt sich?
Was kostet dich Kraft?
Was hält dich zurück?
Was möchtest du vielleicht anders machen?
Und was entspricht dir eigentlich wirklich?
Hochsensibilität ist für mich keine besondere Fähigkeit, andere Menschen zu durchschauen
Dieser Punkt ist mir wichtig.
Ich möchte meine Hochsensibilität nicht mystifizieren.
Sie bedeutet für mich nicht, dass ich automatisch weiß, was ein anderer Mensch fühlt oder warum er auf eine bestimmte Weise handelt.
Und sie bedeutet auch nicht, dass meine Wahrnehmung immer richtig ist.
Sie bedeutet für mich vor allem, aufmerksam zu sein.
Genau hinzuhören.
Feine Veränderungen wahrzunehmen.
Nicht vorschnell über etwas hinwegzugehen.
Und gleichzeitig offen dafür zu bleiben, dass meine Wahrnehmung nur eine Wahrnehmung ist – und du selbst entscheidest, was davon für dich stimmt.
Vielleicht ist gerade diese Kombination für meine Arbeit wichtig:
Wahrnehmen, ohne vorschnell zu interpretieren.
Fragen, ohne die Antwort schon zu kennen.
Begleiten, ohne den Weg vorzugeben.
Heute gehört diese Seite zu meiner Arbeit
Was ich früher manchmal als anstrengend empfunden habe, sehe ich heute differenzierter.
Meine feine Wahrnehmung kann mich fordern.
Aber sie gehört auch zu mir.
Und sie passt zu der Art, wie ich Menschen in persönlichen Veränderungsprozessen begleiten möchte:
Nicht laut.
Nicht drängend.
Nicht mit einer fertigen Erklärung.
Sondern ruhig, klar und aufmerksam.
Denn für mich beginnt Veränderung nicht damit, dass jemand von außen erklärt, was mit dir los ist.
Sie kann damit beginnen, genauer wahrzunehmen, was in dir selbst längst da ist – und herauszufinden, was es für dich bedeutet.







