Auflösende Hypnose & Open Doors Hypnose erleben

Erfahrungen

Jede Hypnose ist individuell. Die folgenden Beispiele geben einen Einblick darin, wie unterschiedlich Themen, innere Bilder, Gefühle und Erkenntnisse während einer Hypnosesitzung erlebt werden können. Alle Erfahrungsberichte werden ausschließlich mit ausdrücklicher Erlaubnis veröffentlicht. Namen und einzelne persönliche Angaben wurden zum Schutz der Privatsphäre verändert.

Tim, 54 Jahre: „Ich funktioniere – aber wo ist eigentlich mein eigener Weg?“
Thema Berufliche Neuorientierung / Funktionieren / eigener Weg

Tim war seit vielen Jahren selbstständig und gewohnt, viel zu leisten. Trotzdem hatte er zunehmend das Gefühl, seinen eigentlichen Zielen hinterherzulaufen. Er wusste, dass er etwas verändern wollte – konnte aber nicht richtig greifen, was ihm fehlte. Um die verschiedenen Aspekte seines Themas sichtbar werden zu lassen, arbeiteten wir mit einer Open-Doors-Hypnose.

Zu Beginn entstand vor seinem inneren Auge ein großer, dunkler Kellerraum. Er war leer, selbst das einzige Fenster war zugemauert. Der einzige Weg hinaus führte durch eine kleine Luke und einen langen, engen Gang. Es kostete ihn Überwindung, hindurchzugehen. Am anderen Ende öffnete sich eine völlig andere Welt: eine weite Wiese, später eine Blockhütte und schließlich ein wunderschöner Strand. Alles fühlte sich friedlich an – und trotzdem fehlte etwas.

Tim bemerkte: Hier gab es keine Aufgabe für ihn. Keine Funktion.

Und genau das fühlte sich ungewohnt an. Obwohl der Keller dunkel und leer gewesen war, zog es ihn gedanklich dorthin zurück. Dort kannte er sich aus. Dort hatte er das Gefühl, eine Funktion zu haben. Im weiteren Verlauf entstand für ihn das Bedürfnis, diesen Keller zu zerstören. Als er dies in seiner Vorstellung tat, standen die Trümmer schließlich auf derselben Wiese, die zuvor wie eine andere Welt gewirkt hatte.

Aus der Sitzung nahm er vor allem eine Erkenntnis mit: Sein Wunsch nach Veränderung hatte für ihn viel mit Funktionieren, Sinn und der Frage nach dem eigenen Weg zu tun. Ein Befreiungsschlag war für ihn nötig, um seinen ganz eigenen Weg zu gehen.

Sabine, 58 Jahre: Wenn Wissen allein plötzlich nicht reicht“
Thema: Leistungsblockade / Prüfungsangst

Sabine stand vor der Wiederholung einer wichtigen Prüfung. Fachlich verfügte sie über viel Wissen und Erfahrung. Auch ihr Umfeld war davon überzeugt, dass sie die Prüfung bestehen könnte. Trotzdem war sie beim ersten Versuch durchgefallen.

Sie konnte sich selbst kaum erklären, was passiert war. Entsprechend groß waren Unsicherheit und Angst vor dem nächsten Versuch. Während der Hypnose ging Sabine die Prüfungssituation innerlich noch einmal durch und nahm die unterschiedlichen Gefühle wahr, die mit den einzelnen Momenten verbunden waren.

Dabei tauchte unerwartet das Bild ihres verstorbenen Vaters auf. Er hatte sie geliebt, ihre berufliche Kompetenz zu Lebzeiten jedoch kaum gewürdigt. Zunächst sah sie lediglich seine ausgestreckten Hände und wusste nicht, was dieses Bild für sie bedeutete. Als sie später innerlich an die Stelle der Prüfung kam, an der sie gescheitert war, veränderte sich die Wahrnehmung. Nun erlebte sie die Hände ihres Vaters als Unterstützung – als würden sie ihr helfen, durch genau diese Situation hindurchzugehen.

Die Sitzung endete für Sabine mit einem starken Gefühl von Stärke, Angenommensein und Vertrauen in die eigene Kompetenz.

Jessica, 47 Jahre: „Ich werde nicht gesehen – und traue mir selbst zu wenig zu.“
Thema: Selbstwert / Sichtbarkeit / Selbstvertrauen

Zu Beginn der Sitzung konnte Jessica zu ihrem Thema kaum Gefühle wahrnehmen. Da war vor allem die Sehnsucht danach, etwas daran zu verändern. Erst nach einiger Zeit zeigten sich deutliche Körperempfindungen. Eine Seite ihres Körpers fühlte sich schmerzhaft und angespannt an, während sie die andere kaum wahrnahm. Besonders im Bereich des Herzens entstand ein bohrender Schmerz und das Gefühl, sich ständig ausbalancieren zu müssen.

Später wanderte die wahrgenommene Spannung in den Nacken.

Im weiteren Verlauf der Hypnose entstand vor ihrem inneren Auge das Bild von sich selbst als kleinem Mädchen. Sie sah sich allein in ihrem Zimmer – mit einem Gefühl von Schwere und Abgeschlossensein. Als Jessica diesem jüngeren Teil von sich innerlich begegnete und ihm in die Augen schaute, entstand starkes Mitgefühl.

Der Satz „Du bist nicht allein. Ich bin da.“ wurde zu einem zentralen Moment der Sitzung. Die zuvor wahrgenommenen körperlichen Spannungen ließen währenddessen nach. Jessica beendete die Hypnose mit einem Gefühl stärkerer Verbundenheit mit sich selbst.

Timo, 42 Jahre: „Ich möchte diese Wut nicht mehr mit mir herumtragen.
Thema: Belastende Gefühle / Vergangenheit / neue Lebendigkeit

Timo kam mit einer starken Wut zu mir, die mit seiner Familiengeschichte verbunden war. Er merkte, dass ihn dieses Thema emotional noch immer beschäftigte, obwohl die Ereignisse selbst lange zurücklagen.

Zu Beginn der Hypnose nahm er eine starke Schwere im Brustbereich und im ganzen Körper wahr. Während er sich auf diese Empfindungen und die damit verbundenen Gefühle einließ, zeigten sich Wut, Trauer und Verzweiflung.

Im weiteren Verlauf veränderte sich sein Erleben. Er nahm zunehmend Wärme im Körper wahr und beschrieb ein wohliges Gefühl. Daraus entstand schließlich etwas, womit er zu Beginn der Sitzung nicht gerechnet hatte: der Wunsch, kreativ mit dem Thema umzugehen.

Timo ist auch Musiker und hatte plötzlich die Idee, gemeinsam mit seiner Band einen Song über Krieg und Frieden zu entwickeln. Aus der anfänglichen Schwere entstanden während der Sitzung zunehmend Begeisterung und Schaffensfreude.

Für Timo zeigte die Sitzung, dass aus der Beschäftigung mit einem belastenden Thema auch etwas Neues entstehen kann – in seinem Fall der Impuls, seine Gefühle kreativ auszudrücken.

Claudia, 38 Jahre: „Ich fühle mich für alles verantwortlich.“

Thema: Verantwortung / innerer Druck / Grenzen

Claudia kannte das Gefühl, für das Wohlergehen der Menschen um sie herum verantwortlich zu sein. Besonders innerhalb ihrer Familie fiel es ihr schwer, Dinge geschehen zu lassen, ohne sofort das Gefühl zu haben, etwas tun, lösen oder auffangen zu müssen.

Während der Hypnose nahm sie eine starke Schwere im Brustbereich wahr, die sie wie eine Betonplatte beschrieb. Als sie bei diesem Gefühl blieb, wurde für sie immer deutlicher, wie viel Verantwortung sie innerlich trug.

Im Verlauf der Sitzung sagte sie einen einfachen Satz: „Ich möchte doch nur, dass es ihr gut geht.“

Dieser Moment veränderte ihr Erleben. Die zuvor empfundene Schwere ließ nach und hinter dem Gefühl von Verantwortung wurde etwas anderes sichtbar: ihre Liebe zu einem Menschen, der ihr sehr wichtig ist.

Claudia beendete die Sitzung mit einer anderen Wahrnehmung ihres ursprünglichen Themas – weniger geprägt von dem Gefühl, alles lösen zu müssen, und stärker von dem, was eigentlich dahinterstand.