
Warum zweifle ich ständig an mir selbst?
Hast du das auch schon erlebt?
Du triffst eine Entscheidung – und fragst dich kurz danach, ob sie wirklich richtig war.
Du schreibst eine Nachricht und liest sie noch einmal.
Und noch einmal.
Du bekommst positives Feedback und trotzdem bleibt dieses leise Gefühl:
„War das wirklich gut genug?“
Vielleicht wirkst du nach außen sicher und kompetent.
Du erledigst deine Aufgaben.
Du übernimmst Verantwortung.
Andere vertrauen auf deine Fähigkeiten.
Und trotzdem zweifelst du immer wieder an dir selbst.
Was, wenn ich mich irre?
Was, wenn ich doch nicht gut genug bin?
Was, wenn die anderen merken, dass ich gar nicht so sicher bin, wie ich wirke?
Selbstzweifel können ganz unterschiedlich aussehen.
Manchmal sind sie laut und offensichtlich.
Manchmal tauchen sie nur als kleine Frage auf – und sorgen trotzdem dafür, dass du deine Entscheidungen immer wieder überprüfst.
Selbstzweifel sind nicht dasselbe wie Unsicherheit
An sich ist es nichts Ungewöhnliches, an einer Entscheidung zu zweifeln.
Wir können nicht immer wissen, ob wir richtigliegen.
Manchmal fehlen Informationen.
Manchmal machen wir Fehler.
Und manchmal verändert sich unsere Einschätzung später.
Schwierig kann es werden, wenn du fast automatisch an dir zweifelst – selbst dann, wenn es eigentlich keinen konkreten Anlass dafür gibt.
Vielleicht fragst du andere häufig nach ihrer Meinung, obwohl du selbst längst eine hast.
Vielleicht überprüfst du Entscheidungen immer wieder.
Vielleicht traust du deinem eigenen Urteil weniger als dem anderer.
Oder du verwirfst eine Idee schon deshalb, weil du dir nicht sicher bist, ob sie wirklich gut genug ist.
Dann können Selbstzweifel zu einer inneren Blockade werden.
Du möchtest etwas tun – aber dein eigener Zweifel hält dich zurück.
Wenn aus „War das richtig?“ irgendwann „Bin ich gut genug?“ wird
Vielleicht zweifelst du nicht nur an einzelnen Entscheidungen.
Vielleicht beginnst du irgendwann, dich selbst grundsätzlich infrage zu stellen.
„Andere können das besser.“
„Vielleicht überschätze ich mich.“
„Eigentlich war das gar nichts Besonderes.“
„Ich müsste längst weiter sein.“
Dann geht es nicht mehr nur darum, ob etwas gut gelungen ist.
Es entsteht schnell die viel größere Frage:
„Bin ich eigentlich gut genug?“
Wenn du diesen Gedanken kennst, könnte auch mein Artikel „Warum fühle ich mich nie gut genug?“ interessant für dich sein.
Vielleicht stellst du außerdem hohe Ansprüche an dich.
Dann reicht ein gutes Ergebnis nicht unbedingt aus, um deine Zweifel zu beruhigen.
Denn kaum hast du etwas geschafft, fällt dir schon auf, was noch besser hätte sein können.
Auch Perfektionismus und innerer Druck können deshalb mit Selbstzweifeln verbunden sein.
Der Vergleich mit anderen macht es nicht unbedingt leichter
Vielleicht suchst du nach einer Antwort auf die Frage, ob du gut genug bist, indem du dich mit anderen vergleichst.
Und dabei findet sich fast immer jemand, der scheinbar erfolgreicher, mutiger, souveräner oder selbstbewusster wirkt.
Das Problem dabei:
Du vergleichst möglicherweise zwei völlig unterschiedliche Perspektiven.
Von dir selbst kennst du auch die Zweifel. Von anderen siehst du vor allem das, was sie nach außen zeigen.
Du weißt, wie lange du über eine Entscheidung nachgedacht hast.
Du kennst deine Unsicherheit vor einem Gespräch.
Du weißt, welche Fehler dir unterlaufen sind.
Bei anderen kennst du all das häufig nicht.
Wenn du dich darin wiedererkennst, findest du in meinem Artikel „Warum vergleiche ich mich ständig mit anderen?“ weitere Gedanken dazu.
Warum Lob Selbstzweifel nicht automatisch verschwinden lässt
Vielleicht bekommst du sogar regelmäßig positives Feedback.
Jemand lobt deine Arbeit.
Ein Mensch sagt dir, dass du etwas besonders gut kannst.
Oder jemand bedankt sich bei dir für etwas, das du geleistet hast.
Und trotzdem denkst du:
„Das war doch nichts Besonderes.“
„Das hätte jeder geschafft.“
„Die Person kennt die ganze Geschichte nicht.“
„Eigentlich hätte ich es noch besser machen können.“
Dann kommt die positive Rückmeldung zwar bei dir an – aber du findest sofort eine Erklärung dafür, warum sie eigentlich nicht zählt.
Vielleicht fällt es dir deshalb auch schwer, Komplimente anzunehmen.
Interessant ist dann vielleicht eine einfache Frage:
Warum erscheint dir deine eigene kritische Einschätzung glaubwürdiger als die positive Einschätzung eines anderen Menschen?
Wenn du dich vorsorglich selbst kleinmachst
Selbstzweifel können sich auch darin zeigen, wie du über dich selbst sprichst.
„Ich hatte einfach Glück.“
„So gut bin ich darin gar nicht.“
„Das kann eigentlich jeder.“
„Mal sehen, ob ich das überhaupt hinbekomme.“
Vielleicht möchtest du damit verhindern, zu selbstbewusst zu wirken.
Vielleicht möchtest du Erwartungen niedrig halten.
Oder du glaubst tatsächlich nicht, dass deine Leistung etwas Besonderes war.
Wenn dir das bekannt vorkommt, passt dazu mein Artikel „Warum mache ich mich immer selbst klein?“.
Denn wenn du deine Fähigkeiten immer wieder relativierst, wird es schwer, deine eigenen Erfahrungen auch als Beleg dafür wahrzunehmen, was du bereits kannst.
Du musst nicht vollkommen sicher sein, um dir etwas zuzutrauen
Vielleicht wartest du darauf, irgendwann keine Selbstzweifel mehr zu haben.
Dann wirst du die Entscheidung treffen.
Dann wirst du deine Meinung sagen.
Dann wirst du dich bewerben.
Dann wirst du etwas Neues ausprobieren.
Doch vielleicht ist vollständige Sicherheit gar nicht notwendig.
Du kannst zweifeln und trotzdem handeln.
Du kannst unsicher sein und trotzdem eine Entscheidung treffen.
Du kannst etwas noch nie gemacht haben und trotzdem ausprobieren, ob du es kannst.
Genau darin kann Selbstvertrauen wachsen:
Nicht unbedingt in dem Gedanken:
„Ich weiß, dass ich das kann.“
Sondern vielleicht zunächst in:
„Ich traue mir zu, es herauszufinden.“
Was wäre, wenn du nicht jeden Zweifel beantworten müsstest?
Vielleicht geht es deshalb gar nicht darum, jeden Selbstzweifel loszuwerden.
Manche Zweifel sind berechtigt.
Manche bringen uns dazu, etwas noch einmal zu überprüfen oder eine andere Perspektive einzunehmen.
Aber nicht jeder Zweifel braucht eine Antwort.
Du könntest dich stattdessen fragen:
Gibt es einen konkreten Grund für meinen Zweifel?
Oder zweifle ich gerade wieder automatisch an mir?
Was spricht für meine Entscheidung?
Welche Erfahrungen habe ich bereits gemacht?
Was würde ich tun, wenn ich mir selbst ein kleines bisschen mehr vertrauen würde?
Und:
Muss ich vollkommen sicher sein, bevor ich den nächsten Schritt gehe?
Selbstzweifel verstehen, ohne ihnen jede Entscheidung zu überlassen
Im Coaching geht es nicht darum, dir Selbstzweifel einfach auszureden.
Interessanter sind für mich Fragen wie:
Wann zweifelst du besonders stark an dir?
Welche Gedanken tauchen dann auf?
Was befürchtest du, wenn deine Entscheidung falsch sein könnte?
Welche Ansprüche stellst du an dich?
Und was hält dich dein Zweifel vielleicht davon ab zu tun?
Auch auflösende Hypnose kann im Rahmen meiner Arbeit einen Zugang dazu bieten, Gedanken, Gefühle, innere Bilder und persönliche Erfahrungen genauer wahrzunehmen.
Dabei geht es nicht darum, in der Hypnose die eine Ursache für deine Selbstzweifel zu finden oder dir einzureden, dass du alles schaffen kannst.
Vielmehr können wir darauf schauen, was du mit bestimmten Situationen verbindest, welche Erfahrungen oder Überzeugungen dabei möglicherweise eine Rolle spielen und was du für dich daraus erkennen kannst.
Denn Selbstvertrauen muss vielleicht gar nicht bedeuten, nie wieder an dir zu zweifeln.
Vielleicht bedeutet es vielmehr, dir selbst auch dann einen nächsten Schritt zuzutrauen, wenn du noch nicht vollkommen sicher bist.
Möchtest du darüber sprechen?
Wenn dich Selbstzweifel schon lange begleiten und du dir mehr innere Sicherheit und Vertrauen in dich selbst wünschst, begleite ich dich gerne ein Stück auf deinem Weg.
In einem unverbindlichen Erstgespräch lernen wir uns kennen und schauen gemeinsam, welche Unterstützung für dich passend sein könnte.









