Was gibt mir eigentlich wirklich Energie?

Wenn wir das Gefühl haben, dass uns Energie fehlt, denken wir häufig zuerst an Erholung. Mehr schlafen, weniger Termine, einen ruhigen Abend verbringen oder am Wochenende einmal nichts vorhaben. Das kann wichtig und wohltuend sein. Vielleicht kennst du aber auch die andere Erfahrung: Du hattest eigentlich genug Zeit zum Ausruhen und fühlst dich trotzdem nicht wirklich lebendiger. Gleichzeitig gibt es Tage, an denen du viel gemacht hast und abends zwar müde bist, aber trotzdem denkst: Das war ein richtig guter Tag.

Vielleicht lohnt sich deshalb neben der Frage, wie du dich besser erholen kannst, noch eine andere: Was gibt mir eigentlich wirklich Energie? Denn Erholung und Lebendigkeit sind nicht unbedingt dasselbe. Manchmal brauchen wir Ruhe. Manchmal brauchen wir aber auch etwas, das uns interessiert, begeistert, berührt oder das Gefühl gibt, ganz bei uns zu sein.

Wann fühlst du dich eigentlich lebendig?

Vielleicht gibt es Tätigkeiten, bei denen du die Zeit vergisst. Menschen, nach deren Gesellschaft du dich anders fühlst als vorher. Orte, an denen du gerne bist. Themen, über die du stundenlang sprechen könntest. Vielleicht arbeitest du an etwas, das durchaus anstrengend ist, und bemerkst trotzdem, dass du mit Freude dabei bist. Es muss nichts Spektakuläres sein. Bewegung, Musik, Natur, ein intensives Gespräch, etwas Kreatives, gemeinsames Lachen, Lernen oder Gestalten können für unterschiedliche Menschen ganz unterschiedliche Bedeutung haben.

Deshalb gibt es auch keine allgemeingültige Liste mit Dingen, die „Energie geben“. Viel interessanter ist die persönliche Frage: Wann fühlst du dich interessiert, zufrieden, neugierig oder wirklich lebendig? Vielleicht sind es gerade diese Momente, die im Alltag irgendwann zu selten geworden sind.

Was hat dir früher Freude gemacht?

Manchmal verlieren wir im Laufe der Jahre Dinge aus dem Blick, die einmal selbstverständlich zu unserem Leben gehört haben. Der Alltag verändert sich, Verantwortung nimmt mehr Raum ein und manches verschwindet irgendwann einfach. Vielleicht hast du früher gemalt, Musik gemacht, dich viel bewegt, Freunde getroffen, geschrieben, fotografiert, etwas gebaut oder stundenlang an einem Projekt gearbeitet, einfach weil es dich interessiert hat.

Es geht nicht darum, dein früheres Leben zurückzuholen. Menschen verändern sich, und etwas, das dir vor zehn Jahren Freude gemacht hat, muss heute nicht mehr zu dir passen. Interessanter ist die Frage, was dir daran etwas gegeben hat. War es die Kreativität, die Freiheit, die Herausforderung, das Zusammensein mit anderen, die Ruhe, die Neugier oder das Gefühl, etwas zu gestalten? Darin kann ein Hinweis darauf liegen, was dir auch heute wichtig sein könnte.

Wenn der Alltag fast nur noch aus „Ich muss“ besteht

Natürlich besteht unser Leben auch aus Dingen, die erledigt werden müssen. Arbeit, Haushalt, Termine und Verantwortung verschwinden nicht dadurch, dass wir uns mehr Lebendigkeit wünschen. Interessant wird es aber, wenn das Müssen fast den gesamten Raum einnimmt. Morgens beginnt der Tag mit dem, was erledigt werden muss, danach kommt das Nächste und anschließend noch etwas. Selbst die Freizeit kann irgendwann organisiert wirken: Sport machen, Freunde treffen, gesund kochen, etwas unternehmen und sich anschließend möglichst gut erholen.

Dann kann selbst das, was eigentlich guttun sollte, wie ein weiterer Punkt auf einer Liste wirken. Vielleicht lohnt es sich deshalb, zwischendurch nicht nur zu fragen: „Was muss ich heute noch machen?“, sondern auch: „Worauf freue ich mich eigentlich?“

Eine ähnliche Frage ist: Wann hast du zuletzt etwas gemacht, ohne dass es einen bestimmten Nutzen haben musste? Vieles in unserem Alltag hat einen Zweck. Wir arbeiten, um etwas zu erreichen, bewegen uns, weil es uns guttun soll, und erledigen Aufgaben, weil sie notwendig sind. Aber vielleicht gibt es auch etwas, das dich einfach interessiert. Einen Ort, den du sehen möchtest, etwas, das du ausprobieren willst, ein Thema, über das du mehr erfahren möchtest – obwohl am Ende nichts Produktives dabei herauskommen muss. Vielleicht ist Lebendigkeit manchmal gerade dort zu finden, wo nicht alles einen Zweck erfüllen muss.

Vielleicht hat sich verändert, was zu dir passt

Es kann auch sein, dass du gar nicht mehr genau weißt, was dir Freude macht oder was dir etwas gibt. Dinge, die früher wichtig waren, fühlen sich heute vielleicht nicht mehr richtig an, während du noch nicht weißt, was an ihre Stelle treten könnte. Das muss nicht bedeuten, dass etwas mit dir nicht stimmt. Vielleicht hat sich dein Leben verändert – und du dich mit ihm.

Dann kann die Frage nach Energie und Lebendigkeit unmittelbar mit Orientierung & eigener Weg zusammenhängen. Was interessiert dich heute? Mit welchen Menschen möchtest du Zeit verbringen? Was möchtest du lernen, gestalten oder ausprobieren? Gibt es etwas, das du schon länger tun möchtest, aber immer wieder auf später verschiebst? Darauf muss es nicht sofort eine große Antwort geben. Manchmal beginnt Orientierung damit, im Alltag wieder genauer wahrzunehmen, was einen anspricht und was nicht.

Nicht nur fragen, was dir Kraft nimmt

Beim Thema Energie & Lebendigkeit schauen wir schnell auf die Dinge, die uns Kraft kosten. Was ist zu viel? Was macht Druck? Was sollte weniger werden? Diese Fragen sind wichtig. Aber vielleicht brauchen sie ein Gegenstück: Was möchte ich wieder mehr in meinem Leben haben?

Vielleicht mehr Zeit mit Menschen, bei denen du gerne du selbst bist. Mehr von Tätigkeiten, bei denen du die Zeit vergisst. Mehr Neugier, Bewegung oder Ruhe. Mehr Kreativität, Natur, Austausch oder Herausforderung. Oder einfach mehr Momente, auf die du dich freust. Was das für dich ist, lässt sich nicht allgemein beantworten. Und vielleicht liegt genau darin der entscheidende Punkt: Es geht nicht darum, eine weitere Liste mit Dingen zu erfüllen, die angeblich Energie geben. Es geht darum, herauszufinden, was dir persönlich etwas gibt.

Was Coaching und Hypnose damit zu tun haben können

Im Coaching können wir gemeinsam genauer betrachten, was in deinem Leben viel Raum einnimmt, was dir wichtig ist und was vielleicht zu kurz gekommen ist. Gerade wenn du lange funktioniert hast oder stark damit beschäftigt warst, Erwartungen und Verpflichtungen zu erfüllen, kann es interessant sein, die eigenen Wünsche und Interessen wieder bewusster wahrzunehmen.

Auch auflösende Hypnose kann im Rahmen meiner Arbeit einen Zugang dazu bieten, Gedanken, Gefühle, innere Bilder und persönliche Erfahrungen genauer wahrzunehmen. Dabei geht es nicht darum, in der Hypnose herauszufinden, was dich „wirklich glücklich macht“. Vielmehr können wir schauen, was du mit bestimmten Wünschen, Interessen oder Veränderungen verbindest und was du für dich daraus erkennen kannst.

Was möchtest du wieder mehr in deinem Leben haben?

Vielleicht brauchst du darauf heute noch keine fertige Antwort. Du könntest zunächst im Alltag genauer hinschauen: Nach welchen Situationen fühlst du dich zufrieden? Wann bist du neugierig? Worauf freust du dich? Was lässt dich die Zeit vergessen? Und wann denkst du hinterher: Das hat mir wirklich etwas gegeben?

Vielleicht geht es bei Energie deshalb nicht nur darum, weniger von dem zu haben, was Kraft kostet. Vielleicht geht es genauso darum, wieder mehr Raum für das zu schaffen, was dich interessiert, dir Freude macht und dich lebendig fühlen lässt.

Was möchtest du wieder mehr in deinem Leben haben?

Wenn du merkst, dass in deinem Alltag vieles funktioniert, du aber kaum noch weißt, was dir selbst Freude macht, dich interessiert oder dir etwas gibt, können wir gemeinsam genauer hinschauen, was dir heute wichtig ist und wovon du wieder mehr in deinem Leben haben möchtest.

In einem unverbindlichen Erstgespräch lernen wir uns kennen und schauen gemeinsam, welcher Weg für dich passend sein könnte.

→ Unverbindliches Erstgespräch vereinbaren