
Wie finde ich heraus, was wirklich zu mir passt?
Vielleicht kennst du diese Frage. Du spürst, dass du etwas verändern möchtest, weißt aber nicht genau, wohin. Vielleicht hast du bereits verschiedene Möglichkeiten im Kopf, liest viel, sprichst mit anderen oder versuchst herauszufinden, welcher Weg der richtige für dich sein könnte.
Und je mehr du darüber nachdenkst, desto schwieriger wird es.
Denn natürlich möchtest du keine Entscheidung treffen, die du später bereust. Du möchtest nicht einfach irgendetwas verändern. Du möchtest etwas finden, das wirklich zu dir passt.
Aber woher weiß man eigentlich, was das ist?
Manchmal glauben wir, irgendwo in uns müsste eine eindeutige Antwort verborgen sein. Wenn wir nur lange genug nachdenken, müsste sie irgendwann auftauchen. Dann würden wir plötzlich wissen, welchen Beruf wir wirklich wollen, wie wir leben möchten, welche Beziehung zu uns passt oder welche Richtung wir einschlagen sollten.
Doch häufig funktioniert Orientierung und die Suche nach dem eigenen Weg nicht so.
Vielleicht gibt es nicht diesen einen perfekten Weg, den du nur finden musst. Vielleicht gibt es verschiedene Wege, auf denen du dich wohlfühlen könntest.
Das kann zunächst sogar verunsichern. Denn wenn es nicht die eine richtige Antwort gibt, müssen wir selbst entscheiden, welche Richtung wir ausprobieren möchten. Und genau das fällt vielen Menschen schwer.
Hinzu kommt, dass die Frage „Was passt zu mir?“ oft von sehr vielen anderen Stimmen begleitet wird.
Was wäre vernünftig?
Was ist finanziell sicher?
Was würden meine Eltern dazu sagen?
Was erwartet mein Partner?
Was machen andere Menschen in meinem Alter?
Kann ich das überhaupt?
Bin ich dafür nicht zu alt?
Habe ich genug Erfahrung?
Irgendwann hören wir all diese Stimmen so laut, dass unsere eigene kaum noch zu erkennen ist.
Vielleicht hast du über viele Jahre Entscheidungen getroffen, die vollkommen nachvollziehbar waren. Du hast Verantwortung übernommen, Kompromisse gemacht und Dinge getan, die notwendig waren. Vielleicht war dafür eine Zeit lang wenig Platz für die Frage, was dich eigentlich erfüllt.
Dann ist es gar nicht ungewöhnlich, wenn du heute nicht sofort weißt, was du möchtest.
Vielleicht musst du deine eigene Stimme erst wieder kennenlernen.
In meinem Artikel „Warum weiß ich nicht, was ich wirklich will?“ geht es genau um diesen Punkt. Wir verlieren unsere Wünsche nicht unbedingt, weil wir keine haben. Manchmal haben wir einfach sehr lange andere Dinge wichtiger genommen.
Ein guter Anfang kann deshalb sein, nicht sofort nach einer großen Antwort zu suchen. Statt zu fragen „Was soll ich mit meinem Leben machen?“, könntest du zunächst viel kleiner hinschauen.
Wann fühlst du dich wohl? Bei welchen Tätigkeiten vergisst du manchmal die Zeit? Welche Menschen tun dir gut? Welche Gespräche interessieren dich wirklich? Wann fühlst du dich neugierig, lebendig oder zufrieden? Und welche Situationen kosten dich immer wieder Kraft?
Auch die Dinge, die dich stören, können Hinweise sein.
Vielleicht ärgerst du dich darüber, dass du in deinem Beruf kaum Gestaltungsspielraum hast. Dahinter könnte ein Wunsch nach Freiheit stecken. Vielleicht fühlst du dich in bestimmten Beziehungen eingeengt. Dahinter könnte ein Bedürfnis nach Eigenständigkeit liegen. Vielleicht langweilt dich dein Alltag. Dahinter steckt möglicherweise der Wunsch nach Entwicklung oder neuen Erfahrungen.
Manchmal wissen wir also längst etwas über uns, ohne es als Orientierung wahrzunehmen.
Auch Neid kann übrigens ein interessanter Hinweis sein.
Nicht der Neid, der einem anderen etwas nicht gönnt, sondern dieses kurze Ziehen, wenn jemand etwas lebt, das uns selbst berührt.
Vielleicht erzählt jemand von seiner Selbstständigkeit und etwas in dir denkt: Das würde ich auch gerne. Vielleicht siehst du einen Menschen, der sein Leben vollkommen anders gestaltet als du, und spürst plötzlich Sehnsucht.
Solche Momente müssen nicht bedeuten, dass du genau dasselbe möchtest. Aber sie können dir einen Hinweis darauf geben, wonach du dich selbst sehnst.
Vielleicht nach Freiheit.
Nach Kreativität.
Nach Ruhe.
Nach Anerkennung.
Nach Abenteuer.
Nach Nähe.
Nach Selbstbestimmung.
Je besser du deine eigenen Werte und Bedürfnisse kennst, desto leichter wird es, Möglichkeiten nicht nur danach zu beurteilen, ob sie vernünftig erscheinen, sondern auch danach, ob sie zu dir passen.
Und genau dort beginnt manchmal die nächste Schwierigkeit: Du hast vielleicht eine Vorstellung davon entwickelt, was du möchtest, traust dich aber nicht, diesem Gefühl zu folgen.
Dann tauchen Gedanken auf wie:
Kann ich das wirklich machen?
Was, wenn es nicht funktioniert?
Was werden die anderen denken?
Wenn du dich darin wiedererkennst, könnten die Artikel „Warum traue ich mir so wenig zu?“ und „Warum glaube ich, immer allen Erwartungen gerecht werden zu müssen?“ für dich interessant sein.
Denn Orientierung und Selbstvertrauen können eng miteinander verbunden sein. Es reicht nicht immer, eine Richtung zu erkennen. Manchmal müssen wir uns auch erlauben, sie auszuprobieren.
Dabei brauchst du nicht sofort dein ganzes Leben zu verändern. Vielleicht kannst du etwas zunächst ausprobieren. Einen Kurs besuchen. Mit jemandem sprechen, der bereits das macht, was dich interessiert. Ein Wochenende anders verbringen. Ein kleines Projekt beginnen. Informationen sammeln oder dir bewusst Zeit für etwas nehmen, das in deinem Alltag bisher kaum Platz hatte.
Denn manche Antworten entstehen nicht beim Nachdenken. Sie entstehen beim Erleben.
Du kannst dir hundertmal vorstellen, ob etwas zu dir passt. Eine einzige wirkliche Erfahrung kann dir manchmal mehr darüber sagen.
Vielleicht stellst du dabei sogar fest, dass eine Idee, von der du jahrelang geträumt hast, in Wirklichkeit gar nicht zu dir passt. Auch das muss keine falsche Entscheidung gewesen sein.
Es ist eine Erkenntnis.
Und vielleicht entdeckst du auf diesem Weg etwas, an das du vorher überhaupt nicht gedacht hast. Genau deshalb muss Neuorientierung nicht bedeuten, einen vollkommen fertigen Plan zu entwickeln. Sie kann vielmehr ein Prozess sein, in dem du dich selbst wieder besser kennenlernst.
Was brauche ich heute?
Was ist mir wichtig?
Was möchte ich nicht mehr?
Was möchte ich ausprobieren?
Und welche Vorstellung von meinem Leben habe ich vielleicht nur deshalb so lange festgehalten, weil sie mir vertraut ist?
Wenn du merkst, dass etwas nicht mehr zu dir passt und Loslassen trotzdem schwerfällt, findest du dazu mehr in meinem Artikel „Warum halte ich an Dingen fest, die mir nicht mehr guttun?“.
Und wenn vor allem das Unbekannte Angst macht, könnte „Warum habe ich Angst vor Veränderungen?“ für dich interessant sein.
Denn Entscheidungen und Veränderung beginnen nicht immer mit völliger Klarheit. Manchmal entsteht Klarheit erst dadurch, dass wir uns bewegen, Erfahrungen machen und dabei immer besser erkennen, was zu uns passt – und was nicht.
Im Coaching können wir gemeinsam genauer hinschauen, welche Wünsche, Bedürfnisse und Werte vielleicht über längere Zeit in den Hintergrund geraten sind. Welche Erwartungen von außen beeinflussen deine Entscheidungen? Was hält dich davon ab, bestimmte Möglichkeiten überhaupt in Betracht zu ziehen? Und was entspricht dir heute wirklich?
Auch auflösende Hypnose kann im Rahmen meiner Arbeit einen Zugang dazu bieten, Gedanken, Gefühle, innere Bilder und persönliche Erfahrungen genauer wahrzunehmen.
Dabei geht es nicht darum, in der Hypnose die eine „richtige“ Antwort oder den vorherbestimmten Weg zu finden. Vielmehr kann sie eine Möglichkeit sein, genauer wahrzunehmen, was dich beschäftigt, was dich zurückhält und welche Wünsche oder inneren Überzeugungen dabei eine Rolle spielen.
Denn manchmal wissen wir erstaunlich genau, was wir möchten – und erlauben uns trotzdem nicht, diesem Wunsch zu vertrauen.
Vielleicht besteht der eigene Weg deshalb gar nicht darin, irgendwann die perfekte Antwort zu finden. Vielleicht entsteht er aus vielen kleinen Entscheidungen.
Aus Erfahrungen.
Aus Umwegen.
Aus Dingen, die funktionieren – und aus Dingen, die nicht funktionieren.
Und irgendwann schaust du zurück und stellst fest: Du hast deinen Weg nicht gefunden. Du hast ihn gemacht.
Wenn dein nächster Schritt noch nicht für immer richtig sein müsste – was würdest du gerne ausprobieren?
Wenn du spürst, dass du dich neu orientieren möchtest, aber noch nicht weißt, was wirklich zu dir passt, können wir gemeinsam herausfinden, welche Wünsche, Bedürfnisse und inneren Überzeugungen hinter deiner Unsicherheit stehen.
In einem unverbindlichen Erstgespräch lernen wir uns kennen und schauen gemeinsam, welcher Weg für dich passend sein könnte.







